1. Hartes Wasser kann die Haut stärker reizen
Danby, S. G., et al. (2018). The Effect of Water Hardness on Surfactant Deposition after Washing and Subsequent Skin Irritation in Atopic Dermatitis Patients and Healthy Control Subjects. Journal of Investigative Dermatology, 138(1), 68–77.
„Washing with hard water made skin irritation worse for people already susceptible to eczema.“
→ Die Untersuchung zeigte, dass sich beim Waschen mit hartem Wasser mehr Rückstände von Waschsubstanzen auf der Haut ablagerten. Gleichzeitig waren ein erhöhter Wasserverlust über die Haut und stärkere Hautreizungen feststellbar. Das deutet darauf hin, dass hartes Wasser die natürliche Hautbarriere zusätzlich belasten kann.
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2. Große Meta-Analyse: Wasserhärte steht mit Ekzemen in Verbindung
Jabbar-Lopez, Z. K., et al. (2021). The effect of water hardness on atopic eczema, skin barrier function: A systematic review, meta-analysis. Clinical & Experimental Allergy, 51(3), 430–451.
Die Wissenschaftler werteten 16 Studien aus. Allein die zusammengefassten Beobachtungsdaten umfassten 385.901 Teilnehmer.
→ Kinder, die härterem Wasser ausgesetzt waren, hatten in den ausgewerteten Beobachtungsstudien eine 28 % höhere Odds für atopisches Ekzem als Kinder mit weicherem Wasser. Gleichzeitig weisen die Autoren darauf hin, dass daraus noch kein eindeutiger Ursache-Wirkungs-Nachweis folgt und Wasserenthärter bestehende Ekzeme in Studien nicht nachweislich verbesserten.
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3. Hartes Wasser: trockenere und gerötetere Haut
Warren, R., et al. (1996). The influence of hard water (calcium) and surfactants on irritant contact dermatitis. Contact Dermatitis, 35(6), 337–343.
„Skin sites treated under conditions of hard [...] water were significantly drier, had more erythema, and were less hydrated.“
→ Unter den untersuchten Waschbedingungen führte hartes Wasser zu signifikant trockenerer, stärker geröteter und weniger hydratisierter Haut als deionisiertes Wasser. Die Forscher stellten außerdem fest, dass die Härte des Spülwassers einen wichtigen Einfluss hatte.
Quelle: PubMed – Studie ansehen
4. Wasserhärte und Chlor wurden bei über 1.300 Babys untersucht
Perkin, M. R., et al. (2016). Association between domestic water hardness, chlorine, and atopic dermatitis risk in early life: A population-based cross-sectional study. Journal of Allergy and Clinical Immunology, 138(2), 509–516.
Untersucht wurden 1.303 drei Monate alte Säuglinge. Dabei wurden die Calciumcarbonat- und Chlorkonzentrationen des jeweiligen Leitungswassers mit Hautbarriere und atopischer Dermatitis verglichen.
→ Hohe Calciumcarbonat-Werte im Haushaltswasser waren mit einem erhöhten Auftreten atopischer Dermatitis verbunden. Für Chlor allein blieb der Einfluss dagegen unklar. Die Autoren betonen ausdrücklich, dass weitere Interventionsstudien notwendig sind.
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5. Auch bei Erwachsenen zeigt sich ein Zusammenhang
Engebretsen, K. A., et al. (2022). The association between domestic hard water and eczema in adults from the UK Biobank cohort study. British Journal of Dermatology.
Die Analyse umfasste zu Studienbeginn 306.531 Erwachsene im Alter von 40 bis 69 Jahren.
→ Bei Haushaltswasser mit mehr als 200 mg/l Calciumcarbonat zeigte sich eine erhöhte Odds für bestehende Ekzeme. Mit zunehmender Wasserhärte nahm auch die Prävalenz zu. Für neu auftretende Ekzeme konnte allerdings kein entsprechender Zusammenhang festgestellt werden.
Quelle: PubMed – Studie ansehen